Reisetipps für deine Martinique Mietwagen-Rundreise

Karibische Traumstrände in der EU? Unmöglich? Nein, denn so gehört Martinique bswp. zu Frankreich und ist somit auch Bestandteil der EU.

Stev besuchte 2013 die schöne Karibikinsel Martinique und hat die besten Reisetipps für eure Rundreise zusammengefasst.

Sprache:
Französisch. Viele Locals sprechen sehr wenig Englisch und auch 80% der Touristen kommen aus Frankreich, weswegen Grundkenntnisse in Französisch klar von Vorteil sind. Oder Google-Translator;-)

Kosten:
Generell gehört Martinique zu einer der teueren Inseln in der Karibik. So sind Preise wie 4,00€ für eine Packung Toast im Supermarkt oder 5,00€ für die Salami keine Seltenheit und durchaus Realität. Dennoch kam ich ohne Flug mit ziemlich genau 600€ für 10 Tage inkl. Übernachtungen, Verpflegung, Mietwagen, Sprit und Eintritt aus.

Straßen und Mietwagen:
Das Straßennetz ist sehr gut ausgebaut und gut gepflegt. Mit dem Mietwagen ist es absolut kein Problem, um von A nach B zu kommen (Rechtsverkehr). Einen günstigen Mietwagen für Martinique bekommst du z.B. auf www.billiger-mietwagen.de°.
Als Navi verwendest du am besten dein Smartphone mit Googlemaps.

Unterkunft:
Hotels sind genauso wie Lebensmittel sehr teuer, weshalb ich auch nach Ferienwohnungen und günstigen Hotels z.B. auf booking.com° sowie Privat-Appartements auf airbnb.de° gesucht habe.

Flug:
Günstige Flugverbindungen findest du zum Beispiel mit Air France.

Nützliches:
Auf Martinique wird u.a. auch das Dengue-Fieber von nachtaktiven Stichmücken übertragen. Daher ist ein Moskitonetz° und ausreichender Mückenschutz° unabdingbar.

Reisezeit:
Martinique ist grundsätzlich ganzjährig bereisbar. Die Trockenzeit ist von ca. Januar – Mai, weshalb diese Monate auch am meisten besucht werden.
In der Regenzeit regnet es öfters, dies jedoch meist in Form von kurzen Schauern.

Route:
Martinique ist nicht allzu groß (S-W ca. 75km, N-S ca.40km). Daher bietet es sich an von verschiedenen “Basislagern” aus Tagesausflüge zu starten. Mein Vorschlag:

– Tag 1-5 Les Trois-Ilets
– Tag 5-6 Le Francois
– Tag 6-8 La Trinite
– Tag 8-10: Schoelcher/Fort de France

1. Tag – Flug, Mietwagen und Anreise

Von Deutschland aus führen die meisten Flüge mit Air France über Paris. Interessanterweise landet man mit dem Zubringerflug am großen internationalen Flughafen Charles de Gaulle und fliegt anschließend vom kleinen nationalen Flughafen Paris-Orly (Entfernung ca. 40km). Martinique ist wie bereits erwähnt ein Teil von Frankreich und somit gilt der Flug in die Karibik als 10 stündiger Inlandsflug.
Einen Busshuttle-Service namens “Les Cars” bietet Air France zwischen den 2 Flughäfen an (weitere Infos zu Fahrtzeiten und Preise auf http://en.lescarsairfrance.com/).Nach der Landung in Fort-de-France (abends) am Besten so schnell wie möglich zum Mietwagenschalter (du bist nicht der Einzige auf Martinique mit einem Mietwagen;-), um dann mit dem Auto zur ersten Unterkunft nach Les Trois Ilets° zu düsen.
Für Preisfüchse kann ich aus eigener Erfahrung die Ferienwohnung Domaine De L Anse Ramier° (Zimmer: Sapotilles) wärmstens empfehlen, in der ich die ersten 4 Nächte verbracht hatte. Der nächste Supermarkt “Carrefour” liegt 12 km entfernt in Rivière-Salée. Weitere Unterkünfte in Les Trois Ilets findest du hier.

2. Tag – Strandtag: Anse Dufour, Anse Noire

– Anse Dufour: Nach einer kurzen Fahrt (15 min.) Fahrt von Les Trois Ilets erreicht man diesen schönen Strand in einer kleinen Bucht. Parkplätze gibt es einige am Straßenrand. Morgens ist es hier noch recht ruhig, während es ab Mittag dann voller wird. Direkt am Strand gibt es auch 2-3 kleine Restaurants/Bars für Snacks oder Mittagessen.
 

– Anse Noire: In der Nachbarsbucht und nur 5min. zu Fuß von Anse Dufour entfernt liegt dieser Strand mit schwarzem Vulkansand umgeben von einer beeindruckenden Palmenkulisse.

3. Tag –  Strandtag: Anse Mabouyas

Anse Mabouyas ist der erste Geheimtipp: dieser wunderschöne Strand in einer kleinen Bucht liegt etwas versteckt, dafür absolut ruhig und fernab von Touristenmassen. Von Les Trois-Ilets dauert die 15km lange Fahrt nur ca. 20min.

4. Tag – Anse d’Arlet + Coast Trip via Cap 110 und Diamond Rock

Eine knapp 50km lange Fahrt inklusive einer atemberaubenden Route entlang der bergigen Küste steht heute auf dem Programm. Der erste Stop führt nach Les Anse d’Arlet.

– Les Anse d’Arlet ist ein größerer Strand mit einer schönen Strandpromenade mit vielen Bars, Restaurants und einigen Tauchanbietern. Touristischer ausgelegt, dafür auch die Möglichkeit zu Tauchen oder eine Bootsfahrt zu mieten. Wer Schildkröten sehen möchte, sollte hier unbedingt schnorcheln gehen.

– Coast Trip: Von Les Anse D’Arlet führt die unglaublich schöne Küstenstraße “D37″ nach Le Diamant. Hier lohnt es sich ein paar Mal entlang der Strecke anzuhalten, um die tolle Aussicht zu genießen und auch einen Blick auf den Rocher du Diamant zu werfen. Dies ist ein 175m hoher Felsen, der vor der Küste aus dem Meer emporragt. Ein sehr beliebtes Ziel ist auch das Cap 100 am Anse Caffard, das an ein Schiffsunglück im Jahre 1830 mit vielen toten Sklaven erinnert.

5. Tag – Les Salines, Cap Chevalier, Fahrt nach Le Francois

Früh morgens geht es von Les Trois-Ilets los in Richtung Les Francois. Die ausgewählte Route führt über die N5 nach Sainte-Anne zum ersten Stop Les Salines.

Übernachtung in Le Francois:

In Le Francois gibt es wenige Hotels°, sodass ich dir airbnb.de° empfehlen kann. Ich hatte dort ein neues Haus mit Garten, ein eigenes Badezimmer, eigenes Schlafzimmer und Mitbenutzung von Küche, Wohnzimmer und Hängematte für 40€ die Nacht gefunden (Host: Nicolas). Wer lieber in Le Francois ein Hotel bevorzugt, wird hier fündig°.

– Les Salines Beach ist einer der bekanntesten Strände auf Martinique und das nicht ohne Grund: Palmen, langgezogener Strand und unglaublich türkises Wasser! Für mich das Highlight No.2 auch wenn dieser Strand von einigen Leuten (insbesondere Familien) besucht wird.

Tipp: Vermeide den Les Salines Beach Wochenende, denn dann wird der Strand vor allem von lokalen Familien besucht.

– Cap Chevalier: An der Antlantikküste liegt dieser Strand, der sich vor allem aufgrund der Wellen gut für Wassersportbegeisterte eignet. Kite- und Windsurfer findest du hier soweit das Auge reicht.

6. Tag – Fahrt nach La Trinité, Château Dubuc

Nun steht die kurze Fahrt nach La Trinité an – auch hier kann ich empfehlen bei airbnb.de° eine Unterkunft zu suchen.

Die Autofahrt zum ersten Stopp Château Dubuc dauert knapp 45min. Hier findet sich die kleine Ruine von Schloss Dubuc (Eintritt 5€), die durch eine kleine Wanderung vom ausgeschilderten Parkplatz zu erreichen ist. Südlich bzw. unterhalb der Ruine führen außerdem kleine Trampelpfade ans Meer.

7. Tag – Karneval in Fort de France oder Montagne Pelée Vulkanwanderung

Okay, zugegebenermaßen macht es nicht unbedingt Sinn in La Trinité zu übernachten, um dann tagsüber nach Fort de France zu fahren. Doch zufällig hatte ich von meinen Hosts erfahren, dass genau an diesem Tag im Jahr der große Abschluss des mehrtätigen Karnevals in Fort de France stattfindet. Und zudem ist man über die N1 in knapp 30 min. bereits in Fort de France.

Karneval in Martinique? Ja, dies ist eines der Hauptattraktionen auf Martinique und findet jährlich im Februar statt. Am besten vorab online auf tourismefdf.com die aktuellen Termine checken und bei deiner Reiseplanung mitberücksichtigen.

Alternativ wäre auch eine Vulkanwanderung auf den Montagne Pelée denkbar. Dieser Vulkan ist knapp 1400m hoch und vom Gipfel soll man bei gutem Wetter eine geniale Aussicht auf die karibischen Nachbarsinseln sowie über Martinique haben. Aufgrund von Wolken und des Karnevals hatte ich mich dagegen entschieden. Schade! 
 

8. Tag – Fahrt nach Schoelcher, Macouba und Jardin de Balata

Nach 2 Tagen in La Trinité geht es nun in nach Schoelcher in die Nähe von Fort de France.  Unterkünfte in Schoelcher findest du hier°. Auf dem (Um-)Weg über den nördlichen Teil der Insel erfolgt die Fahrt meist auf schönen aber auch kurvenreichen Straßen vorbei an Banananplantagen und Wäldern. Hier lohnen sich auch einige Stopps:

– Disterillerie JM in Macouba: Diese bietet täglich Führungen an
– Jardin de Balata: In diesem Garten wachsen unzählige wunderschöne Pflanzen und Blumen. Auch Kolibris oder Salamander sind hier zu finden
   

9. Tag – Anse Couleuvre

Von Schoelcher geht es heute zu einem Tagesausflug ins 45km entfernte Anse Couleuvre. Die Fahrt beginnt auf der Autobahn N2, bevor es bei Saint Pierre auf der D10 weitergeht.

Leider werden die letzten km der Strecke eine Herausforderung für Fahrer und Auto. Ich bin noch nie auf so steilen und vor allem irgendwann dann auch nur engen (einspurigen!) Straßen gefahren. Der Wahnsinn! Ich hoffe, du hast nicht wie ich das Pech aufgrund des Gegenverkehrs 300m rückwärts bergauf (steil und kurvig) fahren zu müssen.
Aber die ganze Anreise lohnt sich definitiv: Geheimtipp No.3!
  

10. Tag – Badetag am Hotelstrand und Heimflug

Für Heimflug am Besten die Verbindung ab ca. 20.00 Uhr nach Paris nehmen. So hast du noch den ganzen Tag Zeit nach dem Check-Out am Hotelstrand (wie z.B. im Hotel Bataliere°) den Tag zu verbringen, um dann spätnachmittags nach einer kurzen Dusche direkt zum 13km entfernten Airport und zur Mietwagenabgabe zu fahren

Fazit:

Martinique eignet sich ideal um einen Strandurlaub mit einigen interessanten Ausflugaktivitäten (Wandern zum Vulkan, Botanischer Garten) zu verbinden. Mit dem Mietwagen hast du die Möglichkeit auch die entfernteren Strände zu erreichen und bist flexibel vor Ort. Praktisch sind zudem auch die Einreise mit dem Personalausweis und das EU Datenroaming.

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